Aktuelles Beitragsheft:

vereinsheft33

Band Nr. 33 (2014)
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Mit Rostocker Erinnerungstafeln auf den Spuren der Geschichte:

stadtrundgang

Erschienen 2008


Veranstaltungen in der Reihe "Rostock gestern, heute und morgen"



Die Vortragsreihe richtet sich an alle BürgerInnen und BesucherInnen Rostocks, die an der Geschichte dieser Stadt interessiert sind. Seien Sie also herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei. Wir bitten Sie lediglich um eine Spende.

Weiterführende Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie im aktuellen Rundbrief.

26. September 2018 - Herr Herwig Waldschläger "Schätze der frühen Stadtbildfotografie in Rostock zwischen 1860 und 1900"



Seit der Veröffentlichung „Alte bürgerlichen Baukunst in Rostock“ von A. F. Lorenz (1914) hat es eine Vielzahl von Publikationen gegeben, in denen immer wieder einzelne der ältesten Fotos unserer Stadt vorkommen. Eine speziell fotogeschichtlich ausgerichtete Darstellung, die über den jeweiligen Aspekt der Illustration des Stadtbildes hinausgeht, fehlt bislang.

Der Vortrag zielt darauf ab, genau diese frühesten Fotografien in möglichst bester Qualität aus den verschiedenen öffentlichen und privaten Sammlungen zusammenzuführen. Hierbei werden insbesondere die Leistungen von Franz Heinrich Dethleff (1812-1873), Friedrich Miede (1827-1906) und Raphael Peters (1829-1919) vergleichend betrachtet, die uns teils einzigartige Aufnahmen aus der Zeit enormer stadtbildlicher Veränderungen ab der Mitte des 19. Jahrhunderts hinterließen.

Der Vortrag gibt einen Überblick über die wesentlichen Veränderungen im Stadtbild im besagten Zeitraum und konzentriert sich auf die Raritäten unter den frühen fotografischen Motiven. Die Würdigung der fotografischen Arbeiten schließt die kritische Betrachtung der Quelle hinsichtlich der Urheberschaft und Datierbarkeit ein.

Zeit: 16:30 Uhr

Ort: Hauptgebäude der Universität Rostock, Eingang Neues Museum (links), Seminarraum 17

24. Oktober 2018 - Herr Lothar Lenz "90. Jubiläum des Rostocker Rundfunks"



Im Jahr 2018 gibt es neben dem Stadtgeburtstag ein weiteres, allerdings „kleines“ Jubiläum: Der Rostocker Rundfunk wird 90 Jahre alt. In der heutigen Thomas-Mann-Straße 19 wurde 1928 eine Übertragungsstelle der NORAG (Norddeutsche Rundfunk AG) eingerichtet. Kurz darauf ging die erste Rostocker Sendung in den Äther. Sendungen aus Mecklenburgs großer Hafenstadt gehörten fortan zum ständigen NORAG-Programm, bis selbiges vom NS-Propagandaminister Joseph Goebbels mit dem Sender Hamburg „gleichgeschaltet“ wurde.

Etwas Eigenes - zumindest Mecklenburgisches - tönte schließlich am 24. Dezember 1945 aus Schwerin: ein Weihnachtsrundfunkprogramm, das die sowjetischen Offiziere ironischerweise erst Anfang Januar 1946 absegneten, weil die Kommandantur am Heiligabend schon geschlossen war.

Ein paar Jahre später wurde in Rostock ein „Bezirksstudio des Landessenders“ eingerichtet, 1959 der „Sender Rostock“ und 1967 die „Radio DDR-Ferienwelle“. Seit 1992 informiert „NDR 1- Radio MV“ seine Hörer unter dem Motto „Kompakt, kompetent, auf den Punkt – so sind Sie immer besser informiert“.

Sie dürfen sich auf einen informativen und unterhaltsamen Überblick über Rostocks Rundfunkgeschichte freuen.

Zeit: 16:30 Uhr

Ort: Hauptgebäude der Universität Rostock, Eingang Neues Museum (links), Seminarraum 17

28. November 2018 - Jahreshauptversammlung mit anschließender Feier



Auf der Hauptversammlung wird der Tätigkeitsbericht verlesen, der Vorstand entlastet und über neue Vorhaben beraten. In diesem zweifellos besonderen Jahr koppeln wir die Jahreshauptversammlung mit der Jubiläumsfeier und laden alle Vereinsmitglieder zu einem geselligen Beisammensein ins Hausbaumhaus ein. Wir sorgen neben kleinen und feinen Vorträgen für Ihr leibliches Wohl.

Auf dieser Feier möchten wir den Austausch zwischen den Vereinsmitgliedern, aber auch mit Gästen befreundeter und interessennaher Vereine, der Rostocker Museen und Förderer pflegen und freuen uns über eine rege Beteiligung.

Zeit: 16:30 Uhr (Feier ab 17:30 Uhr bis ca. 22 Uhr)

Ort: Wokrenter Straße 40

30. Januar 2019 - Frau Charlotte Baack "Das private Handwerk in der DDR am Beispiel der Rostocker Goldschmiede Kerfack/Sinner"



Die in Rostock ansässige Familie Kerfack/Sinner führte über viele Jahrzehnte eine private Goldschmiede und ein Geschäft in der Innenstadt und trotzte den Schranken und Zwängen, die die SED-Diktatur den privaten Handwerksbetrieben auferlegte. Wegen „wirtschaftskrimineller Vergehen“ wurden Gerhard und Irmgard Sinner 1979 zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt und enteignet.

Die heute 90-jährige Frau Irmgard Sinner stand als Zeitzeugin einem Forschungsprojekt der Werkstattschule in Rostock zur Verfügung. Die Ergebnisse des Projektes flossen in die erste wissenschaftliche Arbeit ein, in der die Schülerin Lotta Baack den „Fall Sinner“ in den historischen Kontext setzt und in seiner juristischen Bedeutung untersucht. Derzeit verarbeiten die Abiturientinnen Charlotte Baack und Lilli Damrath die Quellen und Forschungsergebnisse zu einer filmischen Dokumentation, aus der auch Szenen gezeigt werden.

Zeit: 16:30 Uhr

Ort: Hauptgebäude der Universität Rostock, Eingang Neues Museum (links), Seminarraum 17